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Basiswissen zum SARS-CoV-2 Virus und COVID-19

Autor: Markus Hannig
Letzte Aktualisierung: 18. September 2020
Über Viren und Corona-Viren:

Viren sind relativ einfach aufgebaut. Sie bestehen aus einem oder mehreren Molekülen und sind manchmal von einer Eiweißhülle umgeben. Die Moleküle enthalten das Erbgut – also die DNA oder RNA - mit den Informationen zu ihrer Vermehrung. Anders als Bakterien bestehen Viren weder aus einer eigenen Zelle noch haben sie einen eigenen Stoffwechsel. Sie haben keine eigene Energiegewinnung und keine Möglichkeit zur Proteinsynthese. Deshalb sind sie streng genommen auch keine Lebewesen.

Viren sind winzig, nur rund 20 bis 300 Nanometer groß. Deshalb kann man sie unter einem gewöhnlichen Lichtmikroskop auch nicht erkennen, sondern benötigt ein Elektronenmikroskop. Viren treten in vielen verschiedenen Formen auf. Einige Viren sehen beinahe wie Kaulquappen mit einem langen Schwanz aus, andere sind rund oder auch stäbchenförmig.

Nicht alle Viren in unserer Umgebung befallen den Menschen. Und nicht alle Viren, die den Menschen befallen, machen tatsächlich krank. Denn oft reagiert unser Immunsystem schnell und bekämpft die Eindringlinge mit Erfolg. Dennoch gibt es auch einige schwere Krankheiten, welche durch Viren ausgelöst werden.

Viren dringen in tierische, pflanzliche oder menschliche Zellen ein. Sie verwenden diese lebenden Zellen als „Wirtszellen“. Auch in der Umgebung können sie sich zum Teil sehr lange halten und ansteckend bleiben. Wenn sie jedoch keine neue Wirtszelle finden, sterben sie über kurz oder lang ab.

Um sich zu vermehren, benötigen Viren Wirtszellen. Sobald die Erreger in unseren Körper eindringen – wir uns also angesteckt haben – beginnen die Viren sich zu vermehren. Das Virus dockt an die Wirtszelle an und lässt seine benötigten Bausteine von ihr produzieren. Ist das Erbgut des Virus erst einmal freigesetzt, ist die Wirtszelle gezwungen, zahlreiche Viruspartikel herzustellen und zu neuen Viren zusammen zu bauen. Danach stirbt die Wirtszelle ab und es werden tausende neue Viren freigesetzt, die sich sofort auf die Suche nach einer neuen Wirtszelle machen. Als Wirtszellen können zum Beispiel rote und weiße Blutkörperchen dienen, aber auch Leberzellen, Muskelzellen und andere. Solange wir erkrankt sind, scheiden wir die Erreger aus, oft auch noch einige Zeit danach.

Es ist nicht einfach, Viren mit Medikamenten zu bekämpfen. Antibiotika zum Beispiel sind bei Virus-Erkrankungen wirkungslos. Es gibt zwar sogenannte antivirale Medikamente, allerdings helfen diese nur gegen einzelne Virusarten. Wenn unsere körpereigene Abwehr jedoch mit dem Erreger fertig geworden ist, sind wir in vielen Fällen gegen dieses Virus immun. Wir können uns dann kein zweites Mal mit dem gleichen Erreger anstecken.

Viren sind flexibel: Das Grippe-Virus (Influenzavirus) zum Beispiel verändert ständig sein Gesicht und kommt so leichter an der körpereigenen Abwehr vorbei. Deshalb schützt der Grippe-Impfstoff auch nur für ein Jahr, denn bei der nächsten Influenza-Welle kann der Verwandlungskünstler bereits wieder seine äußere Erscheinung verändert haben. Der Impfstoff wird jährlich an die Eigenschaften der Grippeviren angepasst, die gerade unterwegs sind oder erwartet werden.

Viren können harmlose Krankheiten wie eine banale Erkältung oder auch den Lippenherpes auslösen. Die meisten der Magen- Darm-Infektionen hierzulande werden ebenfalls von Viren verursacht. Aber auch ernsthafte Infektionen wie HIV/AIDS oder eine Leberentzündung (Hepatitis) werden durch Viren ausgelöst. Viren verursachen zudem viele der sogenannten klassischen Kinderkrankheiten wie Windpocken, Masern oder Röteln.



Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert.
Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere.
Mit SARS-CoV-2 sind nun insgesamt sieben humanpathogene Coronaviren bekannt.

Coronaviren verursachen beim Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).

Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus.

(Quelle: Robert-Koch-Institut, Link: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html)



SARS-CoV-2 / COVID-19:

COVID-19 ist eine Viruserkrankung.
Die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus betrifft vor allem die Atemwege. Die Symptome reichen von Husten über Fieber mit grippeartigen Beschwerden bis hin zu Atemnot und können zu schweren Lungenentzündungen mit Lungenversagen führen.
Betroffene können infolge der Infektion versterben.



SARS-CoV-2 ist die korrekte Bezeichnung für das aktuelle Coronavirus. COVID-19 ist der Name der Erkankung, die aus der Infektion mit dem Virus entstehen kann.



Die Symptome von COVID-19:

Das COVID-19-Virus kann bei jedem Menschen andere Auswirkungen haben. Die meisten infizierten Menschen entwickeln leichte bis mittelschwere Symptome.

Diese sind:

Häufigste Symptome:
- Fieber
- Trockener Husten
- Müdigkeit

Seltenere Symptome:
- Gliederschmerzen
- Halsschmerzen
- Durchfall
- Bindehautentzündung
- Kopfschmerzen
- Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns
- Verfärbung an Fingern oder Zehen
- Hautausschlag

Schwere Symptome:
- Atembeschwerden und/oder Kurzatmigkeit
- Schmerzen oder Druckgefühl im Brustbereich
- Verlust der Sprach- oder Bewegungsfähigkeit

Im Durchschnitt vergehen ab der Infektion mit dem Virus 5–6 Tage, bis bei einer Person Symptome auftreten. Es kann jedoch auch bis zu 14 Tage dauern.


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