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Konstante und stabile Immunität nach Erkrankung an COVID-19

Autor: Markus Hannig
Dienstag, 05. Januar 2021
Ergänzung: 22. August 2021
Im Dezember 2020 veröffentlichte die Innsbrucker Universitätsklinik die Ergebnisse einer eigens durchgeführten Studie zur Immunität gegenüber COVID-19 von Menschen, die im März 2020 an COVID-19 erkrankt waren. Das Ergebnis lässt hoffen, denn wie es scheint belegen die durchgeführten Antikörperstudien eine stabile Langzeitimmunität bei allen Erkrankten.

Durchgeführt wurde die Studie vom Neurologie-Labor der Universitätsklinik Innsbruck in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Psychiatrie II und dem Institut für Virologie. Dabei wurden 29 Studienteilnehmer mit einem Altersdurchschnitt von 44 Jahren über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg zu drei Zeitpunkten auf Antikörper untersucht. Alle Probanden waren im März 2020 an COVID-19 erkrankt.  Mit „erkrankt“ sind dabei ausdrücklich Personen gemeint, die nicht nur ein positives Testergebnis hatten, sondern auch die entsprechenden Symptome zeigten.
Dabei konnten bei allen Studienteilnehmern zu allen Zeitpunkten Antikörper und nach sechs Monaten dann auch neutralisierende Antikörper nachgewiesen werden. Laut dem Studienleiter Herr Deisenhammer spreche dies für eine konstante, stabile und zielgerichtete Langzeitimmunität.
 

Internationale Studien im Gleichklang mit Innsbrucker Studie

Auch wenn die Anzahl der Probanden der Innsbrucker Antikörper-Studie relativ gering erscheint, ist sie eine von mehreren verschiedenen international durchgeführter Studien, die alle im Wesentlichen ihrer Ergebnisse übereinstimmen und somit eine große Tragweite haben.
 
Laut Herrn Deisenhammer wäre es nun an der Zeit, dass der „Themenkomplex Immunität und Antikörper in der öffentlichen Meinung wieder richtiggestellt werde, nachdem dieser durch verschiedene Nachrichtenmagazine sehr kontrovers dargestellt wurde“. Diese Studie bestätigt auch die Aussage von Professor Sucharit Bhakdi, der schon seit Langem auf eine funktionierende T-Zellen-Immunität bei SARS-CoV-2 / COVID-19 hinweist. Ein Video zu einem öffentlichen Vortrag von Professor Sucharit Bhakdi und seiner Frau Karina Reiß finden Sie hier (zweites Video ansehen).
 
 
Keine Sorge vor Neuerkrankungen an COVID-19
 
Laut Herrn Deisenhammer verhalte sich also die menschliche Immunantwort auch bei einem Infekt mit SARS-CoV-2 „Lehrbuch-konform“. Somit bestehe bei Genesenen keine Sorge für eine erneute Erkrankung an COVID-19. Desweiteren schließt er mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit aus, dass die Immunantwort einer genesenen Person einer mutierten Form des Virus nicht standhalte.
 
 
Übertragung auf andere Personen durch Immune ist „unwahrscheinlich“
 
Wie bereits in den zuvor genannten Erkenntnissen der COVID-19 Antikörper-Studie widerspricht sie auch in diesem Punkt der öffentlich verbreiteten Behauptung, dass auch Immune das Virus auf ihre Mitmenschen übertragen könnten. Deisenhammer erklärte dazu, dass es äußerst unwahrscheinlich sei, dass eine bereits immune Personen das Virus auf andere Personen übertragen könnten, denn das Virus müsse zuerst vom Wirt ausgebrütet werden, was das Immunsystem eines Genesenen verhindern wird.  
 
 
Immunität und Impfung
 
Der Studienleiter meint zur Impfung „sinnvoll wäre es, wenn diejenigen, die sich impfen lassen wollen, zunächst auf bereits vorhandene Antikörper getestet werden .“ Aus Immunisierungssicht sei eine durchgemachte Erkrankung deutlich wirksamer als eine Impfung! Auch so kann der Staat sehr viel Geld und Kapazitäten beim Impfen einsparen.
 
 
Ob die Immunität auch über sechs Monate hinaus anhält, werden weitere Tests ans Tageslicht bringen.
 



Ergänzung von August 2021

Eine neue Studie von Juni 2021 der MedUni Innsbruck unter dem Titel „Potent SARS-CoV-2-Specific T Cell Immunity and Low Anaphylatoxin Levels Correlate With Mild Disease Progression in COVID-19 Patients“ (Starke SARS-CoV-2-spezifische T-Zell-Immunität und niedrige Anaphylatoxin-Spiegel korrelieren mit leichtem Krankheitsverlauf bei COVID-19-Patienten) befasst sich neuerlich mit der Reaktion des Immunsystem bei leichtem und schwerem Verlauf.

Die Autoren stellen wieder fest, dass T-Zellen eine grundlegende Rolle spielen bei der frühen Kontrolle und Beseitigung vieler viraler Infektionen des Atmungssystems. Bei SARS-CoV-2-Infizierten verursacht ein Mangel an Lymphozyten im Blut (Lymphopenie) mit drastisch reduzierten CD4+ und CD8+ T-Zellen schwere Verläufe von Covid-19 und erhöhte Mortalität. Anmerkung: Die Zahl der Lymphozyten nimmt mit zunehmenden Alter ab.

In dieser Studie wurden die zellulären und Antikörper-Immunantworten von Patienten mit leichter, schwerer und kritischer COVID-19-Erkrankung untersucht. Die Daten zeigen eindeutig eine deutlich stärkere Erzeugung von SARS-CoV-2-spezifischen CD8+ T-Lymphozyten und eine höhere IFNγ-Produktion bei Patienten mit leichter im Vergleich zu Patienten mit schwerer oder kritischer COVID-19-Infektion.

Für COVID-19 zeigten die Daten auch, dass IgM und IgG bereits 3 bzw. 7 Tage nach Ausbruch der Krankheit nachgewiesen werden konnten und mindestens 6-8 Monate lang bestehen blieben. Andere Studien weisen jedoch auf einen Rückgang der IgG- und neutralisierenden Antikörper bei von SARS-CoV-2 genesenen Personen innerhalb von 2 bis 3 Monaten nach der Infektion hin.






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